(3) die Münzanstalt
PLAC KO¦CIELNY 1
In diesem Gebäude, erbaut 1520 auf Anweisung Karls I. von Podiebrad, des Herzogs zu Ziêbice-Ole¶nica (Münsterberg-Oels), befand sich im 16. Jhdt. eine Münzprägestätte. Der Prägebetrieb wurde bis 1621 aufrechterhalten. Bis dahin wurden hier aus dem vor Ort geförderten Gold Dukaten und Gulden hergestellt; darüber hinaus prägte man u. a. Silbergroschen und Talare. Auf die Münzen prägte man Abbildungen und Namen der jeweiligen Machthaber dieser Gegend: der Herzöge zu Ziêbice-Ole¶nica, des böhmischen Geschlechts der Rosenbergs und der Herzöge von Legnica-Brzeg (Liegnitz-Brieg). Nach 1621 befand sich in diesem Gebäude erst das herzogliche, dann das kaiserliche Bergbauamt. Schließlich, in den Jahren 1769-1779, fand das Schlesische Oberamt für Bergbau, welches alle Bergwerke in Schlesien zu verwalten hatte, hier seinen Platz.