ABBAUGEBIET
"GÓRA SO£TYSIA" (VOGTBERG)



--- zoom --- Übersicht der unterirdischen Goldabbaustätten, die sich in diesem Berg befinden.
Sie befinden sich hier im "Z³oty Jar" ("Goldcanyon") am Ufer des "Z³oty Potok" ("Goldbach"). An den Hängen dieser Schlucht befanden sich zig Schächte in denen das goldhaltige Erz gefördert wurde. Vor Ihnen liegt ein Hang der "Góra So³tysia".

Die "Czarna Sztolnia"
("Schwarzer Stollen")

wurde im 16. Jhdt. in den Berg gehauen. Über diesen Stollen wurden die unterirdischen Gänge, die sich in der "Góra So³tysia" befanden, belüftet und entwässert; über die "Czarna Sztolnia" wurde auch das Erz nach oben befördert. Im 20. Jhdt. wurde in dem Stollen eine elektrische Schmalspurbahn angelegt. Im 16. Jhdt.
Standen vor dem Stolleneingang alle nötigen Gerätschaften zur Goldverarbeitung. Später, im 18. Jhdt. erbaute man an dieser Stelle die erste Arsenikhütte.


Stollenbau und Erzförderung. Beide Zeichnungen sind Ausschnitte von Altarbildern aus dem 16. Jhdt

DIE ERZANREICHERUNG
In einer Tonne des aus dem Bergwerk geförderten Erzes steckten durchschnittlich 10 g Gold. Um an dieses Gold heranzukommen wurde das Erz in einer speziellen Erzmühle klein gemahlen, dann gesiebt, schließlich suchte man per Hand die Goldstücke heraus. Erzklumpen, die nur einen sehr geringen Goldanteil besaßen, wurden erst mit einem Hammer zerschlagen. Im zweiten Arbeitsgang spülte man das Gold aus den so erhaltenen Erzklümpchen in speziellen Trögen mit Wasser heraus. Hierbei konnte der so gewonnene Goldanteil pro Tonne Erz auf 20 g steigen.





Stiche von Agricola und Photos von Altarbildern aus einer Kirche in Annaberg.


DIE RÜCKEROBERUNG DES BERGBAUGELÄNDES
DURCH DIE NATUR

An dieser Stelle, am Hang der "Góra Krzy¿owa" ("Kreuzberg"), nahm vor 40 Jahren ein Steinbruch seine Tätigkeit auf. Der Betrieb wurde zwar schon nach 20 Jahren wieder eingestellt, doch die Zeit hat gereicht, um einen schönen Wald, der hier einst stand, in eine Ansammlung von Felsen zu verwandeln. Heute können wir beobachten, wie erste Pflanzen auf den bloßen Felsen heimisch werden. In dem flachen Wasserloch am Fuß der Felswand wachsen Wasserpflanzen, die es hier früher nicht gab; auch Frösche und Wassermolche fühlen sich hier wohl. Die Natur hat auch das entlang der "Z³ota ¦cie¿ka" gelegene Bergbaugelände zurückerobert. Auf den zum Teil 400 Jahre alten Schlacke- und Steinhalden wachsen heute stämmige Bäume und schöne Pflanzen. Sie wurden ebenfalls zur Heimat für seltene Tiere. In den trichterförmigen Löchern, Überbleibseln der Schächte, wächst bereits die nächste Baumgeneration. Stollen, deren Eingänge noch offen sind, bieten eine ausgezeichnete Unterkunft für Fledermäuse und Eulen. Folgt man dem Pfad, so trifft man auf viele Tierarten, die heute gefährdet sind.