SCHACHT "WNIEBOWZIÊCIE"
("HIMMELFAHRT")


Schacht "Wniebowziêcie" ("Himmelfahrt"), an dessen Öffnung heute ein Ahorn wächst, besteht seit 1548 und ist der Hauptschacht auf der "Góra Krzy¿owa" ("Kreuzberg"). Im selben Jahr schlossen sich mehrere Bergbaubetreiber zusammen und bildeten eine Gesellschaft, die in diesem Bergwerk das Erz unter Tage abgebaut hat. Der Hauptschacht reichte bis zum sog. "Ksi±¿êca" ("Herzoglicher")-Stollen, war dadurch tief genug, um unten im Bergwerk die Entwässerung und den Sauerstoffkreislauf sicher zu stellen. Über den Schacht wurde auch das Erz nach oben befördert, nach unten beförderte man alle nötigen Arbeitsmaterialien, vor allem Holz für den Stollenausbau. Im Schacht befand sich darüber hinaus eine Leiter, die die Bergleute zum Abstieg ins Bergwerk benutzten. Der Schacht wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts stillgelegt als eine strombetriebene Schmalspurbahn seine Funktion übernahm.



Das Erz, das Gestein und das Wasser holte man in Holzfässern hoch, die mit Eisenbeschlägen verstärkt wurden. Die für Wasser bestimmten Fässer waren nach oben hin schmaler. Man verwendete für den Transport auch mit Eisenringen verstärkte Säcke aus Rindsleder.




Das Erz, welches in den Seitenstollen gefördert wurde, brachte man anschließend in Holzkörben zum Hauptstollen, wo es in Loren umgeladen wurde. Von Menschen geschoben wurden die Loren auf Holzschienen zum Hauptschacht befördert, wo sie entleert wurden. Das Erz wurde in Erzfässer oder Ledersäcke umgeladen und über einen Flaschenzug an die Oberfläche gebracht. In Bergwerken förderte man das Erz oft gleichzeitig auf mehreren Ebenen, die miteinander wiederum über Stollen und Gänge verbunden waren.



Den Abbau von Erz erschwerte zu jeder Zeit Wasser. Wurden die Schächte immer weiter in den Berg getrieben, sammelte sich in ihnen das Wasser aus den Stollen. Um das Wasser zu beseitigen wurden die Schächte mit dem Entwässerungsstollen verbunden. Wenn das nicht möglich war wurde ein Loch in den Boden des Schachtes gegraben, in dem sich das Wasser dann sammeln konnte. In Holzfässern oder Ledersäcken beförderte man es über einen Flaschenzug nach oben. Wurde der Wasserpegel bedenklich hoch benutze man auch handgetriebene Pumpen. In großen Bergwerken setzte man entsprechend große Pumpen ein die von Pferden oder über ein Laufrad, in dem mehrere Menschen steckten, betrieben wurden. Die folgenden zeitgenössischen Stiche zeigen, wie die Pumpen, die im 16. Jhdt. benutzt wurden, konstruiert waren.




Im 16. Jhdt. verbrauchten Erzhütten Unmengen an Holzkohle um ihren Betrieb aufrecht zu erhalten. Holzkohle gewann man damals aus Buchenholz.

Die Buche fühlt sich sehr wohl in der hiesigen Umgebung; ohne den Eingriff des Menschen würden auch heute noch Buchenwälder das Landschaftsbild um Z³oty Stok prägen.

So war es sicherlich noch im 16. Jhdt. Die Frucht der Buche enthält essbares Öl, was sie zum beliebten Futtermittel bei vielen Waldtieren macht. Die Buche wächst langsam.

Sie erreicht eine Höhe von bis zu 40 m, einen Stammdurchmesser von bis zu 150 cm und sie wird an die 300 Jahre alt. Aus einem Hektar Buchenwald erhält man ca. 300 m3 Holz. Das gelb-rötliche Buchenholz wird vor allem zur Herstellung von Möbel und Parkett sowie als Bauholz verwendet.
Auch im Maschinen- und Fahrzeugbau kommt es zum Einsatz.
Die hiesigen Erzhütten verbrauchten im 16. Jhdt. ca. 60 Wagenladungen Holzkohle täglich. Um diesen großen Bedarf zu decken mussten große Teile der Buchenwälder abgeholzt werden. Die kahlgeschlagenen Berge wurden im 19. Jhdt. mit Fichten aufgeforstet. Auf dem folgenden Stich ist die Herstellung von Holzkohle im 16. Jhdt. Dargestellt.