
Ein
Schema der Erzförderung aus einem flachen, oberflächennahen Schacht.
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Ein oberflächennaher Schacht
wurde in eine Erzader getrieben und zwar so weit, bis das Ende
der Ader erreicht wurde. Dabei wurde allerdings selten tiefer
gegraben als 20 Meter, da die Sauerstoffzufuhr für die Bergleute
in tiefer gehenden Schächten nicht ohne weiteres sichergestellt
werden konnte. Auch die Entwässerung in Schächten, die tiefer
als 20 Meter waren, stellte sich sehr kompliziert dar.
Am unteren Ende des Schachtes, quasi auch am Ende der Erzader,
schlug man kurze Stollen, um sich entlang der Ader wieder nach
oben durchzuarbeiten. Man trieb also einen kurzen Stollen, baute
die Erzbrocken aus der darüber liegenden Ader ab; den dabei anfallenden
Schutt ließ man einfach liegen, bis der Stollen damit gefüllt
war und das Erz abgebaut.
Um an den nächsten Abschnitt der Ader zu kommen, trieb man auf
dem Schutt des Stollens eine neuen, höherliegenden Stollen. So
arbeitete man sich, entlang der Ader, wieder nach oben durch,
quasi wie auf einer Treppe. Das in den Stollen geförderte Erz
wurde über den Schacht, in Holzfässern oder Ledersäcken, mit einem
Flaschenzug nach oben befördert. Hatte man die Ader vollständig
abgebaut und war oben angekommen, ließ man die Abbaustelle verfallen;
so entstanden tiefe Löcher im Boden, die wir zahlreich an diesem
Abhang vorfinden können.
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