|
Z£OTY OSIO£ "GOLDEN ESEL"
Das Goldvorkommen "Z³oty Osio³" ("Golden esel"), auf dem Sie gerade stehen, war seinerzeit das bekannteste Goldvorkommen in ganz Schlesien. Dem Erz entriss man hier in sieben Jahrhunderten so lange waren die hiesigen Bergwerke in Betrieb einige Tonnen Gold und viele tausend Tonnen Arsenik. Das Erzvorkommen enthielt im 16. Jhdt. noch über 15g Gold in jeder Tonne Erz, in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts waren es dann nur noch 3g Gold und 4% Arsen pro Tonne. Die Lage und Ausdehnung des Vorkommens, von seinem Anfang im Berginneren bis zu seinem Ende an der Erdoberfläche, zeigen die folgenden Bilder. Sie stammen aus einem Gutachten, das 1954 der Bergwerksgeologe Leszek Ba³dys erstellte. Das Goldvorkommen erstreckte sich noch 200m weiter als das Gutachten es zeigt in Richtung der "Bia³a Góra" ("Weißer Berg"), ohne dabei an die Erdoberfläche durchzustoßen. Dieses Vorkommen erreichte an seiner tiefsten Stelle die 200m-Marke, der tiefste Punkt der Erzader lag also 290m unter Ihren Füßen. Die "Góra Haniak" ("Berg Hanig") liegt auf dem Gebiet des Dorfes M±kolno (Maifritzdorf). Dieses Dorf gehörte seit 1248 dem in Kamieniec Z±bkowicki (Kamenz) ansässigen Zisterzienserorden. Die Mönche waren es dann auch, die als erste dieses Vorkommen entdeckten und das Gold seit 1273 abbauen ließen. Im 16. Jhdt. bauten Bergleute fast vollständig das goldreichste Erz des Vorkommens ab, welches oberhalb des Stollens "Emanuela" lag. Zu den am tiefsten liegenden Erzvorkommen stießen die Kumpel erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch. Auch in den alten, frühneuzeitlichen Stollen wurde dann noch ab und an das Erz abgebaut; es war aber schon sehr arm an Gold. Anfang der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts ging man zum letzten Mal in die alten, noch im 16. Jhdt. gehauenen Stollen, um Erz abzubauen. Dabei fand man Werkzeug, welches die Bergleute in der frühen Neuzeit verwendeten. Man förderte das Erz bis zur Stilllegung des Bergwerks im Jahr 1961. ![]()
UMWELTSCHUTZGEBIET "ÖKOSYSTEM STORCZYKOWA HA£DA" ("ORCHIDEENHALDE") Die Überbleibsel intakter Ökosysteme werden nach geltendem polnischen Recht unter Schutz gestellt, weil sie wichtig sind für die Aufrechterhaltung der biologischen Vielfalt. Sie befinden sich innerhalb eines Gebietes, welches von Halden durchzogen ist; diese Halden entstanden in Folge der hiesigen, 650 Jahre dauernden Bergbautätigkeit. Sie enthalten Erzabfälle und Felsen, die beim Goldabbau als nicht benötigte Nebenprodukte angefallen sind und dann eben auf Halden gelagert wurden. Die Struktur dieser Halden, die in ihnen liegenden Mineralien und die chemischen Prozesse, die sich innerhalb der Halden immer noch abspielen erschaffen spezifische Bedingungen für die Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt. Diese Bedingungen weichen von den Bedingungen ab, die in diesem Teil der Sudeten normalerweise vorherrschen. Das Gebiet der "Storczykowa Ha³da" ("Orchideenhalde") wurde als erhaltungswürdiges Kleinökosystem unter Schutz genommen aufgrund des Auftretens des Männlichen Knabenkrauts und folgender geschützte Pflanzen: Faulbaum , Efeu, Silberdistel ,Tausendgüldenkraut , Herbstenzian, Gefranster Enzian , Breitblättrige Stendelwurz, Heidenelke und die Türkenbundlilie. Auch vom Aussterben bedrohte Tierarten treten hier auf, so wie die Zauneidechse, der Laubfrosch und die Kreuzotter. Schließlich leben an dieser Stelle bis zu 39 Spinnenarten; acht davon sind neu in den Sudeten, d.h. sie treten in diesem Gebirge normalerweise nicht auf, und vier davon gehören zu sehr selten in Polen auftretenden Spinnenarten. ![]() |